Sechs Monate randvoll mit Kabarett, Musik, Literatur und Theater …

Lÿz startet in den Kleinkunstherbst

140 Veranstaltungen in sechs Monaten!


Stand: 08.09.2022

Der Weltraum, unendliche Weiten“ – angesichts des aktuellen Lÿz-Programmheft-Covers drängt sich das Eingangszitat der TV-Kultserie „Raumschiff Enterprise“ vor allem für Filmfans auf, auch wenn das Siegener Kulturhaus nicht unbedingt Mittelpunkt des kulturellen Universums, noch übermäßig mit Außer- oder Überirdischem beschäftigt ist. Vielmehr stehen im Lÿz eher die alltäglich-irdischen Dinge auf dem Programm und machen den Gründerzeitbau in der St.-Johann-Straße im regionalen Kleinkunstkosmos zum Fixstern, auf dem man abseits von Pandemie, Ukrainekrieg und Gasknappheit auftanken kann und die Preise nicht ins Astronomische steigen …

Auftanken im Kleinkunstkosmos! 

Vor allem Kabarett und Comedy wollen es im Herbst so richtig wissen. Nach Newcomerin Jacqueline Feldmann (22.10.), die unterhaltsam die stetig wechselnden Berufsperspektiven junger Menschen anhand des eigenen Werdegangs von der Finanzbeamtin zur Bühnendurchstarterin durchdekliniert, lässt es Paradiesvogel Kay Ray (11.11.) krachen. Nach 13 Jahren Lÿz-Abstinenz schwingt er sich bar jeglicher Hemmungen zwischen Provokation und Poesie auf die metaphorische Dampfwalze und erlaubt keine Zweifel daran, dass sein Weg mit grenzüberschreitend-hintersinnigem Humor dunkelster Tönung geteert ist. Die Freunde des „geschliffeneren“ Wortwitzes kommen hingegen vor allem bei Kabarettisten wie Christoph Sieber (19.11.) oder Tobias Mann (2.12.) auf ihre Kosten, wenn die beiden TV-LateNight-Humoristen (2015-2020: ZDF Mann, Sieber!) nun mit ihren Solo-Programmen auf ihrer Siegener Lieblingsbühne Station machen. 

Darüber hinaus wagt sich das Lÿz natürlich auch in der Spielzeit 22/23 wieder auf bisher unbekannte und Crossover-Pfade: Herausragend hier vor allem die Eigenproduktion „Weihnachten mit Thomas Müller“ mit Schauspielikone – u. a. in „Das Boot“, „Eyes wide shut“, „Schuh des Manitu“ –  Sky du Mont (10.12.), der den augenzwinkernden Teddybärenthriller charmant-schnoddrig und manchmal auch ein bisschen tragisch für Erwachsene und Kinder gleichermaßen liest, spricht und interpretiert. In der Produktion „Ü53“ der Berliner Compagnie Crelle (29.12.) stellen sich vier renommierte Artist:innen der zeitgenössischen Zirkusszene der wenig charmanten und doch oft gestellten Frage: „Wie lange können Sie das eigentlich noch machen?“ Nach jahrelangem, genuscheltem „Weißichauchnichsogenau?“ packen sie im Lÿz den Stier bei den Hörnern und ihre lustige Antwort in ein artistisches Spektakel mit augenzwinkerndem Tiefgang. 

Karten für diese und alle anderen insgesamt 140 Veranstaltungen der kommenden Saison gibt es ab sofort auf www.Lyz.de, telefonisch unter 0271-3332448, im Siegener Kulturhaus Lÿz und an allen weiteren bekannten Vorverkaufsstellen.



Foto Programmcover: © Veranstalter, Foto Kay Ray: © Rolf Weingarten, Foto Tobias Mann: © Thomas Klose, weitere Fotos: © Veranstalter