Vor Ort sowie digital im Netz:
Hybride Veranstaltungen während und nach der Corona-Krise …

Das kulturWERKwissen ist bereit! 


Stand 08.05.2020

Die Nachricht, dass der Veranstaltungsbetrieb pausieren muss, traf die Mitarbeiter der Wissener Veranstaltungshalle mitten im Aufbau und kurz vor der Eröffnung der Messe REGIONALE. Schnell wurde klar, dass die Versammlungsstätte ihrem Namen für längere Zeit nicht mehr gerecht werden kann. Zahlreiche Konzerte, Abibälle, Hochzeiten und Versammlungen wurden aufgeschoben oder abgesagt. Für die acht Mitarbeiter und Aushilfen eine bis dahin völlig neue Situation, denn zurück liegen 11 Jahre mit jährlich über 110 Events, zwischen denen es selten Zeit zum Innehalten, Strukturieren oder intensive Veränderungen gab …


Ausverkaufte Sitzreihen, volle Tanzflächen und ausgelassene Stimmung werden ggfls. erst ganz am Ende der Krise wieder vorstellbar sein.
Foto: © kulturWERKwissen

Alles andere als Stillstand!

In ersten Schritten wurden anstehende Reparatur- und Grundreinigungsaufgaben erledigt. 1.000 Stühle, 170 Tische und 60 Bühnenelemente wurden auf Vordermann gebracht, unzählige Elektrogeräte und Kabel wurden durch eigenes Personal sicherheitstechnisch geprüft. Im Büro liefen Anfragen von Kunden und Veranstaltern auf, Termine wurden verschoben, Tickets storniert und Gutscheine geschrieben. Ebenso wurde die Zeit für Mitarbeiter-Schulung beim TÜV Rheinland im „virtuellen Klassenzimmer“ via Laptop und Internet genutzt. Demnächst findet die Umrüstung der Hallenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik statt und bezuschusste Investitionen in digitale Veranstaltungstechnik werden geplant.
Auch konnten freie Kapazitäten für neue Aufträge genutzt werden. Dank umfangreich vorhandener Video-, Licht-, Ton- und Bühnentechnik konnten aufwändige Videoproduktionen für Kunden durchgeführt werden. Die Räte und Ausschüsse der Verbandsgemeinde und Stadt Wissen tagen zudem unter Wahrung von Abstands- und Hygienemaßnahmen in der 1.000 Quadratmeter großen Halle.
Mittlerweile ist klar, dass es keine schnelle Rückkehr in die Normalität für die Veranstaltungsbranche geben wird. „first in – last out“ beschreibt die Krisensituation für Versammlungsstätten, Veranstalter, Techniker und Künstler. Ausverkaufte Sitzreihen, volle Tanzflächen und ausgelassene Stimmung werden ggfls. erst ganz am Ende der Krise wieder vorstellbar sein.

Hybride Veranstaltungen als Lösung

Gleichzeitig zeigt sich aber auch der dringende Bedarf an Lösungen, um Kultur und notwendige Versammlungen wieder zu ermöglichen. Die Künstlerszene streitet über die Richtigkeit, die eigene Kunst kostenlos im Internet zu streamen. Vorhandene Angebote ohne Publikum zeigen sich als „Geister-Konzerte“, bei denen den Künstlern der unabdingbare Kontakt zum Publikum fehlt. Vereine und Institutionen stehen vor schwierigen Herausforderungen, anstehende Mitgliederversammlungen zu ermöglichen. An dieser Stelle sieht das kulturWERKwissen hybride Veranstaltungen als stärkstes Werkzeug in der Krise. 
Hybride Veranstaltungen finden zum Teil „analog“, also vor Ort statt. Unter Anwendung der sog. „AHA-Regel“ (1,5 Meter Abstand, Hygiene und Alltagsmasken) sind rund 100 Einzelpersonen als Gäste möglich, sowohl in Reihenbestuhlung  als  auch an Einzeltischen. Durch Anmeldeabfragen von Familien oder Haushaltsgemeinschaften, die untereinander keinen Abstand wahren müssen, lässt sich die Kapazität auf bis zu 250 Besucher im Fall von vierköpfigen Familien steigern. Da regulär im kulturWERKwissen für bis zu 1.500 Besucher zahlreiche Ein- und Ausgänge sowie Sanitäranlagen vorhanden sind, kann Schlangenbildung ausgeschlossen werden.
Parallel zur analogen Veranstaltung vor Ort findet die Veranstaltung digital im Netz statt. D.h., bei Versammlungen können weitere Mitglieder über Internet Vorträge aus dem kulturWERKwissen verfolgen und sich via WhatsApp, Skype, Telefon oder anderen Anbietern in die Diskussion vor Ort dazuschalten lassen. 
Bei kulturellen Veranstaltungen erhalten Künstler durch ein kleines Publikum vor Ort die notwendige Rückkopplung und Interaktion des Publikums und durch dieses auch einen Grundstock an Eintrittsgeldern. Durch die Möglichkeit, das Bühnengeschehen ins Internet zu senden, kann der Teil des Publikums erreicht werden, der sich in einer Versammlungsstätte noch nicht wieder wohlfühlt. Durch Einrichtung einer Bezahlschranke („Paywall“) können auch diese Zuschauer mit kleinen Beträgen zur Finanzierung von hybriden Veranstaltungen beitragen.


Dank umfangreich vorhandener Video-, Licht-, Ton- und Bühnentechnik konnten aufwändige Videoproduktionen für Kunden durchgeführt werden.
Foto: © kulturWERKwissen

Das kulturWERKwissen ist bereit und blickt nach Mainz

Nun hoffen die Mitarbeiter, neben gewerblichen Aufträgen wie Videoproduktionen auch bald wieder für den öffentlichen Teil der Gesellschaft arbeiten zu dürfen. Museale Ausstellungen sind bereits behördlich möglich, für hybride Veranstaltungen mit kleiner öffentlicher Teilnahme ist eine Kontaktsperre jedoch noch das größte Ausschlusskriterium. Was in den Regierungen in Mainz und Berlin fehlt, ist eine aus Sicht der Verantwortlichen im kulturWERKwissen dringend nötige Differenzierung der großen Bandbreite an Veranstaltungen zwischen Kleinkunst bis hin zu Großveranstaltungen, die zwar bis zum 31. August untersagt, aber nicht näher definiert wurden. Gerade für Kinder- und Familienprogramm könnten und sollten intelligente Konzepte in Krisenzeiten schnell behördlich ermöglicht werden.

Internet als aktuelles, empfohlenes Informationsmedium

Gerne steht die kulturWERKwissen gGmbH für Angebotsanfragen betreffend hybride Veranstaltungen zur Verfügung. Für Inhaber von Eintrittskarten und allen Interessenten von Veranstaltungen werden die ständig aktualisierten Internetseiten unter www.kulturwerk-wissen.de und die Facebook-Seite www.facebook.com/kulturwerkwissen empfohlen. Weiterhin ist das Hallenmanagement auch im HomeOffice per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und telefonisch unter 02742-911664 erreichbar.