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:: Festival
Donnerstag, 6. Juni 2019
bis Montag, 10. Juni 2019
auf dem Giller
57271 Hilchenbach-Lützel

Internationales Musik- und Theaterfestival auf dem Giller …
Klassik-Weltpremiere, Extrem(o)-Rock und Wetteroptimismus
Hoch hinaus wollen sie natürlich alle und das – folgt man den Charts oder Besucherzahlen – haben die Darsteller, Musiker und Bands des aktuellen KulturPur-Programms längst geschafft. Dass sie jedoch auf 654 Meter über N.N. in diesem Jahr auch geografisch ganz oben mitspielen, freut die Macher und Besucher des Festivals besonders. Neben den auftretenden Künstlern kommt jedoch auch der Natur auf dem Kamm des Rothaargebirges eine gewichtige Hauptrolle zu: Direkt am Rothaarsteig gelegen, dem Wanderweg der Sinne, lebt KulturPur vom Bilderbuchkontrast schneeweißer Zelte vor grünen Wäldern und der idyllischen Mittelgebirgslandschaft, die Anfang Juni sicher schon in Frühlingslaune ist …

Der Startschuss für die kommende Ausgabe von KulturPur fällt diesmal mit der großformatigen Produktion „Night Garden“ und dem italienischen eVolution dance theater (6. Juni) wie gewohnt am Donnerstag vor Pfingsten. In einer faszinierenden Mischung aus Artistik, Schwarzlicht, Schattenspiel und Tanz sorgt die italienische Compagnie gleich zur Eröffnung für eine farbenprächtige Fantasiewelt und einen Bilderreigen voll ansteckender Freude an Bewegung und visueller Kraft. Kaum ein anderes Zeltfestival leistet sich die für große internationale Tanztheater erforderlichen Aufbauten und Tour-Adaptionen der auf großstädtische Theaterhäuser ausgerichteten Inszenierungen. Bei KulturPur gehören solch bildintensive Produktionen jedoch seit Langem zu den Publikumslieblingen und werden immer wieder vehement gefordert.

Ein seit Wochen restlos ausverkaufter Top Act-Coup des diesjährigen Festivals ist gerade mal 26 Jahre jung und Shooting Star am deutschsprachigen Musik- Himmel. Wincent Weiss (7. Juni) ist ein echtes Pop-Phänomen mit einer rasant wachsenden Fan-Gemeinde, die ihn millionenfach hört, streamt, klickt, teilt, liebt. Im kommenden Frühjahr erscheint nun ein neues Album und passend dazu steht die „Irgendwie Anders“-Sommertour 2019 auf dem Programm.

„Feuer frei!“, heißt es dann am KulturPur-Samstag, wenn In Extremo (8. Juni) die große Bühne des Festivals für ihr Spektakel aus Musik, Licht, Feuer, Kostümen und Farben beanspruchen: Mit ihrem zwölften Album „Quid Pro Quo“ blicken sie zwar inzwischen auf diverse Platin-/Gold-Auszeichnungen, Nr. 1-Chart-Notierungen und ausverkaufte Hallen zurück, doch das macht die glorreichen Sieben noch lange nicht müde: Ihr rockiger Drive und die metallische Härte, gemischt mit traditionellen Melodien und Mittelalter-Instrumenten, gehören zum Besten, was live auf deutschen Bühnen zu sehen ist.

Gewinnspiel: IN EXTREMO
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Auch die Besucher der Philharmonie Südwestfalen (9. Juni) erwartet keine steife „Konzerthaus“-Atmosphäre, sondern eine exklusive Eigenproduktion in bester KulturPur-Tradition: Vergangenes Jahr stand hier mit Klaus Doldinger erstmals die sinfonische Zusam- menarbeit mit einer Musiklegende auf dem Programm, die nun mit einem weiteren „Großen der Zunft“ weitergeführt wird: Der Schlagzeuger und Multi-Perkussionist Martin Grubinger präsentiert an diesem Abend neben Solo-Passagen in einer Weltpremiere auch sein Können als Dirigent und tauscht für Werke von Schostakowitsch und Beethoven sein Schlagwerk gegen den Taktstock.

Zum Festival-Abschluss am Pfingstmontag wird es dann erneut legendär, wenn mit Status Quo (10. Juni) eine der erfolgreichsten und langlebigsten britischen Bands Station auf der Ginsberger Heide macht. Schwerpunkt ihres ebenfalls ausverkauften Konzerts sind viele der bekannten Klassiker wie „Again And Again“, „Rockin‘ All Over The World“ und „Whatever You Want“, die sich weltweit rund 120 Millionen Mal verkauften.

Bevor aber das letzte britische Gitarrenriff über der Ginsberger Heide verhallt, setzen der Vorabend- und Late-Night-Bereich spannende, neue Akzente, indem verschiedene Genres zu Wort kommen oder neue Programm-Themen Eingang in das Festival-Line up finden. Zunächst fragen hier am Freitag Katharina, Anna und Nellie Thalbach (7. Juni) in den „Witwendramen“ – einer Revue für mehrere Witwen von Fitzgerald Kusz – was passiert, wenn Mann, Vater oder Patron das Zeitliche segnen. Unterhaltsam und nachdenklich lassen die drei Generationen der Schauspielerfamilie dabei ihren Interpretationen freien Lauf und wechseln von der Lustigen Witwe zur Witwe Bolte, von Yoko Ono zu Margot Honecker, von heiteren, ironischen bis hin zu traurigen Momenten. Late-Night lassen es dann Querbeat (7. Juni) aus Bonn so richtig krachen: Dreizehn laute(!), nette Leute, die unter dem vielsagenden Titel „Randale & Hurra“ zum Tanz bitten und damit mittlerweile in ganz Deutschland für ausverkaufte Konzertsäle sorgen. Niveau, Finesse, Punk und Intelligenz machen dabei selten so viel Spaß, wie bei der Bonner Brass-Pop Band, die mit Herzblut für ihre Live-Momente lebt. Am Ende des Tages ist Querbeat der maximale Rave, das Excalibur der Eskalationskunst und eine Band, die niemals stillsteht.

„All We Need Is love“ ist sich dagegen die Pop- und Soul-Queen Stefanie Heinzmann (8. Juni) sicher. Nachdem sie 2018 ihr 10-jähriges Bühnenjubiläum feierte und dann erstmalig eine kleine Auszeit einlegte, ist ihr im Frühjahr erscheinendes, titelgebendes Album Ergebnis, Erkenntnis und Empfehlung aus dieser Zeit. Die Preview-Auskopplung „Build A House“ mit Star-DJ Alle Farben läuft bereits seit Wochen auf „heavy rotation“ bei allen Radiostationen und macht am KulturPur-Samstag Lust auf das Konzert des Schweizer Soulwunders.

Nach der gelungenen Elektro-Premiere 2018 waren sich alle Beteiligten einig, dass ein besonderer Gast des diesjährigen Festivals erneut Willer Watz heißen muss! Wenn es also am Samstag tiefe, dunkle Nacht wird, heißt es auf dem Giller zum zweiten Mal Willer Watz (8. Juni) goes Ginsberger Heide: Die Elektro-Nacht mitten im Grünen präsentiert in diesem Jahr Kosmonautenklang mit den DJs Mokult, Itze, Miez und Strolch und steht für noch mehr tanzbare Beats aus Techno und House bis in den frühen Morgen.

Die letzte Late-Night des 29. Internationalen Musik- und Theaterfestivals gehört dann mit Seun Kuti (9. Juni) einer afrikanischen Musiklegende. Der jüngste Sohn des legendären Afrobeat-Pioniers Fela Kuti wurde nach dessen Tod 1997 die neue Stimme seiner Band Egypt 80 und schöpft in seiner Musik aus verschiedenen afrikanischen Musiktraditionen, die er mal filigran, mal jazzig aufbaut und die so eine unglaubliche Sogwirkung entfalten. Bei KulturPur spielen er und seine Band neben eigenen Kompositionen natürlich auch Stücke des legendären Vaters.

Tickets gibt es im Siegener Kulturhaus Lÿz, über www.kulturpur29.de, an der Sparkassen-Hotline von ProTicket unter Tel. 01803-742654 und an allen anderen bekannten Vorverkaufsstellen. Die im Vorverkauf erworbenen Eintrittskarten gelten am Veranstaltungstag als Fahrschein für die Hin- und Rückfahrt in allen Bussen und Bahnen der Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe.

Veranstalter:
Kreis Siegen-Wittgenstein, Stadt Siegen, Stadt Hilchenbach, Gebrüder-Busch-Kreis, 1. FCKV und IG Metall Siegen
www.kulturpur29.de
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Foto Stefanie Heinzmann: © Benedikt Schnermann, weitere Fotos: © Veranstalter


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